Sonntag, 31. August 2008

Salzburger Festspiele

Der heurige Musikerausflug führte uns nach Salzburg und Umgebung und bot wie jedes Jahr Abenteuer, Entspannung und Trinkgenuss (außer man heißt Christopher K., dann bedeutet das Magenkrämpfe, aber ich will nicht vorgreifen). Um ca. 7 Uhr traf man sich am Wastlbauer-Parkplatz, die Instrumente (falls überhaupt mitgebracht) wurden eingemottet und bis zur Rückkehr auch nicht mehr ausgepackt, wenn man von Markus S.'s Umbatschaka absieht. Eigentlich sollte die erste Rast erst um halb Neun erfolgen, allerdings hatte sich die minderwertige Bierqualität auf dem Tittlinger Volksfest einem Musiker, der lieber ungenannt bleiben will, etwas auf den Magen geschlagen, sodass bereits nach einer Stunde der erste Kübel geleert werden musste (O-Ton Christopher K.:"So vui Knacka hob i goa ned gessn, wia i grod gspiebn hob").
Um halb 10 traf man bei der kleinen, aber feinen Raggei-Brauerei ein, wo die uns die Kunst des Weißbierbrauens etwas nähergebracht wurde. Danach wurden die erzeugten Produkte auch ausgiebig getestet (Manuel N. und Michael W. kamen immerhin auf 12 Probeachterl - das sogenannte "Dreckige Dutzend") und es wurde ein Bratl in der Rein verzehrt, bei dem vor allem die Ripperl begeistern konnten. Der bereits erwähnte magenkranke Kollege versuchte, eine Fritattensuppe und einen halben Knödel zu verzehren, was man nur als schweren Fehler einschätzen kann, da jedermann weiß, dass bei solch hartnäckigen Magenverstimmungen nur hochprozentige "Meduzin" hilft. Das Ergebnis war klar, schade nur um den guten Knödel, der sein Dasein im Raggei-WC beenden musste.
Nach dieser lehrreichen Stunde ging die Fahrt weiter zum Waldbad in Anif, wo sich etliche Wagemutige in den dortigen Kletterpark begaben und ihre Schwindelfreiheit unter leichtem Alkoholeinfluss erprobten, während der Rest entweder einen "Most mid vui Eis" nach dem anderen konsumierten oder diverse Arschbomben in den Waldsee vollführten. Zu diesem Thema halte ich mich bewusst kurz, allerdings sollte der interessierte Leser in den nächsten Tagen den YouTube-Channel des GAK besuchen, wo sicher einige sehenswerte Klettereinlagen und Köpfler zu sehen sein werden. Fünf Tapfere Musiker allerdings widerstanden der Versuchung durch den Waldsee und verbrachten den Nachmittag im Maximarkt-Restaurant, wo sie unbestätigten Gerüchten zu Folge die Bierabteilung leertranken.
Gegen 18 Uhr wurde das Quartier bezogen, von dessen Qualität selbst alte Jugendherbergshasen sehr begeistert waren, vor allem die größeren Zimmer zeichneten sich durch die zwei "Scherbn" und das großzügige Raumangebot aus.
Nach kurzem Fußmarsch erreichte man den "Bierheurigen", wo der GAK wieder so richtig zeigen konnte, was in ihm steckt. Ein zufällig anwesender Rosenverkäufer wusste wohl nicht, wie ihm geschah, als plötzlich aus 50 Kehlen ein "Wolle Rose kaufen" drang. Man munkelt, dass zu später Stunde auch noch "Hosn owe" mit verschärften Regeln gespielt wurde, aber dazu fehlen natürlich beweiskräftige Aussagen.
Der nächste Morgen wurde mit einem kräftigen Frühstück begonnen, Manuel N. trank sich durch das gesamte Teesortiment, ansonsten ging die Tendenz eher zu Kaffee kübelweise und Wurst- bzw. Käsesemmeln. Danach ging die Fahrt weiter nach Schloss Hellbrunn, wo eine an diesem heißen Tag wohltuende Abkühlung in Form der Wasserspiele wartete. Einige Musiker meinten zwar, den Duschen entkommen zu können, allerdings war der Reiseführer, der einen komischen Salzburger Akzent hatte und deswegen etwas schwer zu verstehen war, buchstäblich mit allen Wassern gewaschen und erwischte auch die wasserscheusten Musiker. Die restliche Zeit in Hellbrunn stand zur freien Verfügung und wurde mit Schaukeln (hier offiziell: Entschuldigung, Eva S.), Lustwandeln, sich von deutschen Touristen aus dem Kinderspielplatz werfen lassen und dem obligaten Extrem-Biergartensitting verbracht.
Mittag wurde im Gasthof "See" am Mondsee gemacht, dessen herrlicher Seeblick nur durch einen etwas lästigen "Fischer"-Reisebus gestört wurde. Nach dem Essen gab es die Gelegenheit, noch etwas im Mondsee zu plantschen, allerdings wurde diese einigen duch eine selbsternannte "Frau Doktor" vermiest, die nicht offensichtlich nicht mit dem Besuch einer übermütigen und etwas betrunkenen Musikermeute gerechnet hatte.
Da das Sturmtief "Kyril" die eigentlich geplante Burggrabenklamm unbesuchbar gemacht hatte, wurde kurzerhand das Seebad Weyregg aufgesucht, dass schon vor zwei Wochen im Jungmusikerseminar Schauplatz einiger denkwürdiger Ereignisse (wütende Oma!) war. Und auch diesmal wurde an dieser Stelle Geschichte geschrieben, denn hier wurde der neue Modetrend "T-Shirt und Jeans statt Badehose geboren", anfangs noch mit Unterstützung einiger hilfsbereiter junger Männer, und auch die Idee für eine Marschshow kam auf: "Mia kunntn doch amoi am Attersee marschiern und daun einfach einegeh, und zwoa in Fünferreihen mid klingendem Spiel". Bevor dieser Plan allerdings in die Tat umgesetzt werden konnte, wurde der Attersee auch schon wieder verlassen, allerdings nicht, ohne das Musikheim zumindest kurz besucht und ein Souvenir zurückgelassen zu haben (Stichwort: das Haus segnen).
Die letzte Station des Ausflugs war der "Wirt z' Eschlried", wo ordentlich gespeist und noch ein letztes Mal die Kehlen befeuchtet wurden. Danach war die Heimfahrt angesagt, während derer einige Musiker bereits den Wunsch äußerten, am liebsten tot in ihr Bett zu fallen.
Alles in allem war es wieder ein gepflegter Musikausflug, das Bier im Bus wurde restlos vernichtet, eine Brauerei wurde besichtigt, man wurde von Spielplätzen und Stränden verjagt... einfach ein gelungenes Wochenende, für das man sich vor allem bei Daniela B. bedanken kann, was ich hiermit mache: DANKE!

Ach ja, Fotos werden im Laufe der Woche eingestellt, ebeso die Videos. Ich bitte um etwas Geduld.

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