Steirischer Herbst (ok, Spätsommer)
Ohne den letzten Eintrag zu kommentieren, komme ich gleich zum wichtigsten Ereignis der vergangenen Woche: Musikausflug in die Steiermark.
Nach den mit der Ausrichtung des Bemufes verbundenen Anstrengungen wurde als Belohnung ein dreitägiger Musikausflug ausgerichtet, dessen Ziel die südsteirische Weinstraße sein sollte.
Am Freitag stand zunächst eine längere Busfahrt auf dem Programm, die dank der gebunkerten Biervorräte und Josef K. als kreativem Quetschisten allerdings gut gemeistert werden konnte. Der erste offizielle Programmpunkt war die Besichtigung der Grazer Altstadt inkl. Schlossberg. Hier wurde bereits in Jugend und Senioren unterteilt, was sich auch in der Dauer der Führung niederschlug. Trotzdem gelangten schließlich beide Gruppen zum Ziel des Spazierganges, dem Gösser Bräu mit der für müde Bummler empfehlenswerten Gösser Lounge. Sich ein Gösser Naturradler zu genehmigen, während man sich auf einer Sofa fläzt, ist wohl die schönste Art, eine Stadtbesichtigung zu genießen.
Anschließend wurde das Quartier bezogen; dabei stellte sich heraus, dass einzelne Zimmer sogar mit Sauna und Wasserbett ausgestattet waren ("Perlen vor die Säue" mag einem dabei in den Sinn kommen). Abends war gemütliches Beisammensein angesagt, versüßt durch den hervorragenden Service und das ausgezeichnete Bier (Reininghaus Jahrgangspils). Dass es danach noch zu Zimmerpartys etc. gekommen sein soll, ist ein Gerücht und unwahr bis zum Beweis des Gegenteils.
Am nächsten Tag wurde von der Hotelleitung mitgeteilt, dass neun andere Gäste abgereist seien, da sie durch den bei den nicht durchgeführten Zimmerpartys aufgetretenen Lärm nicht schlafen konnten. Außerdem hätte sich das Reinigungspersonal über angebrochene Zimmer beschwert, hieß es.
Nichtsdestoweniger wurde das Programm wie geplant mit dem Besuch der Zotter-Schokoladenmanufaktur fortgesetzt. Dieser ist wirklich sehr empfehlenswert, wofür die vielen Magenbeschwerden und der fehlende Appetit beim folgenden Mittagessen sprachen. Am Nachmittag wurde schließlich der steirische Wein verkostet, wobei die Lehrstunde im Weinhügel aus Zeitgründen entfallen musste. Wie sich herausstellte, wurden hier selbst eingefleischte Biertrinker zu Weinfräsen und kauften Vorräte im Wert eines Kleinwagens zum Genuss im Bus ein.
Abends stand das Himmeltau-Fest in Tillmitsch auf dem Plan; den steirischen Besuchern musste unser Erscheinen wie die Landung von Aliens vorgekommen sein, jedenfalls wurde die Gruppe beim Betreten des überschaubaren Festzeltes so angestarrt. Gerüchten zufolge soll es an der Weinbar zu Verbrüderungsszenen zwischen Oberösterreicherinnen und Steirern gekommen sein, allerdings fehlen hierfür die Belege.
Am Sonntag war es auch schon wieder so weit: Heimreise nach Oberösterreich mit Zwischenstop in Windischgarsten. Das von den Bewohnern so geliebte Radrennen machte zwar die Anreise dorthin schwierig, dafür entschädigte der Erlebniskogel (oder so ähnlich) mit einer reichen Auswahl an Freizeitaktivitäten von Sommerrodeln über einen Alpine Coaster ("Gehhilfe auf Schienen") bis zum Bogenschießen. Eine Begegnung der ungewöhnlichen Art hatte dabei die Gruppe, die den Betreiber um insgesamt 30€ betrog und den Bogenparcours illegal abwanderte. Auf diesem waren nämlich Kunststoff-Wildtiere aufgestellt, die von den Schützen bejagt werden sollten, allerdings kam immer mehr die Meinung auf, dass stattdessen unbedarfte Touristen die Beute der Jäger wären, was von einem Jagdgehilfen (mit geschultertem Plastikhirsch) nicht wirklich verleugnet wurde. Trotzdem erreichten alle GAK-Mitglieder heil den Bus und somit auch die Heimat wieder - zuvor wurde allerdings unserer Flötistin Andrea D. noch ein Geburtstagsständchen in der Raststation Aistersheim gesungen - besser hätte man es nicht planen können.
Etwas muss noch erwähnt werden: eine Person blühte auf diesem Musikausflug besonders auf. Es handelte sich dabei um unseren Trompeter Andreas G., der als gebürtiger Steirer wohl froh war, endlich wieder Menschen zu treffen, die normal sprachen und seinen Sinn für derben Humor teilten. Dementsprechend oft war von seiner Freundin Martina S. auch "Ge, Andi" zu hören, was immer ein Zeichen dafür ist, dass es kurz zuvor wieder einmal besonders unterhaltsam war.
Eine kleine Impression des Ausflugs ist auf Video erhalten, den Rest gibt es wie immer im Fotoalbum - dort sind auf viele der lustigeren Anekdoten dokumentiert:
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