Hängt es höher!
Heute war die erweiterte Tanzlmusi zum Pfarrfrühschoppen mit Kreuzsteckung (ich weiß zwar nicht, was an diesem Wort so komisch sein soll, aber unser Trompeter Andreas G. konnte das Grinsen kaum unterdrücken) eingeladen. Im besten Sonntagsanzug traf man sich auf der Festwiese, wie üblich wurde zuerst das Festbier verkostet und die Sitzeinteilung vorgenommen ("I sitz ned nebn am Schlagzeig" - "Dads de Trompeter weita weg" - "Da Mani stinkt, der soi aussn sitzn"). Dann ging es zum eigentlichen Festakt, in dem uns die interessante Geschichte der Kreuzsteckungen in Schardenberg äußerst kurzweilig nähergebracht wurde ("Ad perpetuam memoriam..."). Nach dem Höhepunkt des Tages, einer zirkusreifen Kletterpartie auf den Kirchturm, machte man sich an die Gestaltung des Frühschoppens, bei dem neben den üblichen Verdächtigen wie "Fuchsgraben" oder "Slavonicka" auch Neues und Wiederentdeckungen wie "Gruß an Prag ...äh... Böhmen" und die "Böhmsky-Polka" zum Besten gegeben wurden. Ein besonderes musikalisches Schmankerl waren die Walzertrios, bei denen die Klarinetten einmal mehr zeigten, was Virtuosität wirklich bedeutet. In kulinarischer Hinsicht ließ man sich nicht lumpen, Kotletts, Bratwürstl, Zeltn und Brezen ließen kaum Wünsche offen, und sogar Carina S., ansonsten eine Anhängerin der "Sauerkraut mit Senf"-Fraktion, konnte man beim Verzehr eines Lady-Bosners beobachten. Aber auch der schönste Feiertag hat einmal ein Ende, sodass man um ca. 14 Uhr die Instrumente wieder zum Trocknen in die Koffer räumte und stattdessen lieber die Leber arbeiten ließ.
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